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211A054 Täter auf der Schulbank. Die dunkle Vergangenheit der Polizeischule Fürstenfeldbruck

Zeitraum Do., 22.07.2021 - Do., 22.07.2021
Uhrzeit 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Dauer 1 x
Kursgebühr 6,00 €

Ohne die Polizei wäre der Holocaust nicht möglich gewesen. Während des "Dritten Reichs" befand sich ihre bedeutendste Schule in Fürstenfeldbruck. Hunderte von Männern aus ganz Deutschland und Österreich besuchten im ehemaligen Zisterzienserkloster spezielle Kurse, in denen die uniformierte Staatsgewalt sie zu ihren Führungskräften ausbildete. Neben militärischem Drill und Paragraphen standen "Bandenkampf" und Antisemitismus auf dem Lehrplan. Mit diesem Wissen zogen zahlreiche Polizeioffiziere in den "auswärtigen Einsatz", aus dem erschreckend viele als Massenmörder und Kriegsverbrecher zurückkehrten. Ihre Verbrechen reichten von Massakern an Juden über Sexualverbrechen an Kindern bis zur Vernichtung ganzer Dörfer. Nach Kriegsende führten sie ihre Karrieren einfach fort, ohne jemals angemessen bestraft worden zu sein.
Dr. Sven Deppisch beleuchtet die Geschichte der Polizeischule Fürstenfeldbruck. Er zeigt, wie die Nationalsozialisten ihre führenden "Gesetzeshüter" für den Holocaust trainierten. In seinem Vortrag analysiert er das Ausbildungssystem der NS-Diktatur und veranschaulicht, welche Fächer und Inhalte es in den besonderen Lehrgängen gab. Darüber hinaus deckt er auf, wie das Leben an der herausragenden Lehranstalt aussah und an welchen Massenverbrechen sich ihr Personal beteiligte. Dabei bringt er ans Licht, dass in der deutschen Ordnungsmacht von der Weimarer Demokratie bis weit in die Bundesrepublik hinein die gleichen Denkweisen, Einsatzmuster und Feindbilder existierten, auf denen ihr schrecklicher Beitrag am Judenmord basierte.






Kursort

Seminarraum 1

Hauptstr. 82
82140 Olching
 

Termine

Datum
22.07.2021
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Hauptstr. 82, vhs Olching, Seminarraum 1