/ Kursdetails

201K107 NEU Königliches München und die ehemaligen königlich bayerische Hoflieferanten

Beginn Mo., 13.07.2020, 14:00 - 16:00 Uhr
Kursgebühr 12,00 €
Dauer 1x
Kursleitung Ursula Simon-Schuster

Unser Kulturspaziergang führt uns vom Max-Joseph-Platz mit seinen herausragenden Bauten zu weiteren Stationen innerhalb der Altstadt Münchens.
Dabei erfahren Sie Interessantes über die Architektur und die Bauherrn des Nationaltheaters, der Residenz und anderer historischer Gebäude. Schwerpunkt sind bei diesem zeitgeschichtlichen Rundgang die Geschäftshäuser der ehemaligen "Königlichen Hoflieferanten".
Lernen Sie dabei die handwerklichen und kulinarischen "Vorlieben" der bayerischen Könige und ihrer Nachfolger kennen. Wie wurde man eigentlich "Königlich Bayerischer Hoflieferant" und wer verlieh dieses Privileg? Wer war vor hundert Jahren aus Sicht des Hofes würdig, diesen Titel zu tragen? Welche neuen Produkte höchster handwerklicher Qualität überzeugten damals wie heute?
Wer mit dem "Großen Königlichen Wappen" werben durfte, hatte es ganz an die Spitze geschafft. Die Voraussetzungen für die Verleihung waren streng: Der Antragsteller musste die bayerische Staatsangehörigkeit haben und 30 Jahre alt sein. Er sollte sein Unternehmen seit rund sechs Jahren führen und über einen tadellosen Ruf verfügen, dazu "einwandfreie Vermögens-, Kredit- und Familienverhältnisse vorweisen" und sich außerdem durch eine "königstreue Gesinnung" auszeichnen.
Ganz wichtig: Das Geschäft musste "erstklassig" sein und am jeweiligen Ort eine "hervorragende" Stellung einnehmen. Die erste im bayerischen Regierungsblatt veröffentlichte Auszeichnung ging 1817 an den Hof-Silber-Arbeiter Joseph Weishaupt. Insgesamt 1700-mal wurde der Titel des königlich bayerischen Hoflieferanten verliehen, bis mit der Novemberrevolution und dem Ende der Monarchie 1918 das Ehrenzeichen seine Bedeutung verlor.
Für die Titelverleihung war der Königliche Obersthofmeisterstab verantwortlich. Die meisten Auszeichnungen konnte München verbuchen, wo die bayerischen Monarchen mit ihrem Hof residierten. Im Bayerischen Wirtschaftsarchiv hat sich die Überlieferung ehemaliger Hoflieferanten wie z.B. das Wäschehaus Rosner & Seidl, die Telefonfabrik Friedrich Reiner oder die Optischen Werke G. Rodenstock erhalten.
Bei unserer Tour besuchen wir einige dieser Geschäfte und erfahren mehr über ihre Besonderheiten.

Treffpunkt: Max-Joseph-Platz, Denkmal Max I. Joseph




Termine

Datum
13.07.2020
Uhrzeit
14:00 - 16:00 Uhr
Ort
Treffpunkt: Max-Joseph-Platz, Denkmal Max I. Joseph