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241A053 Die Geschichte des Antisemitismus

Judenhass ist ein zeitloses Phänomen. Bereits in der Antike entwickelte sich ein primär religiös geprägter Antijudaismus, mit dem gerade die frühen Christen gegen ihre Glaubenskonkurrenten vorgingen. Auch im Mittelalter wurden sie ausgegrenzt und sogar als „Christusmörder“ oder „Hostienschänder“ verschrien. Weil sie der Mehrheitsgesellschaft oft als Feindbildern und Sündenböcken dienten, kam es während der Kreuzzüge und der Pest zu großen Pogromen, bei denen viele jüdische Opfer umgebracht wurden. In der Folgezeit erlebten Juden weiterhin zahlreiche Formen von Diskriminierung und Gewalt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich ein rassistisch begründeter Antisemitismus, der von pseudowissenschaftlichen Theorien inspiriert war. Er unterschied sich vom religiösen Judenhass vergangener Zeiten dadurch, dass er Juden als Rasse verstand und ihnen unabänderliche Eigenschaften attestierte. Solche Ansichten fanden anschließend Widerhall in großen Teilen der Gesellschaft. Während des „Dritten Reichs“ gehörte Antisemitismus sogar zur Staatsdoktrin und mündete in den Zivilisationsbruch des Holocaust. Selbst nach Ende des Zweiten Weltkriegs blieben Ressentiments gegenüber Juden fortbestehen. Angriffe wie das Attentat auf die Synagoge in Halle am 9. Oktober 2019 belegen, dass sie in Teilen unserer Bevölkerung noch immer existieren.
Der Vortrag zeigt, wie sich die Abneigung gegenüber Juden im Lauf der Geschichte vom religiös geprägten Antijudaismus zum rassistischen Antisemitismus wandelte. Er geht auf historische Ereignisse, aber auch auf die aktuelle Situation ein und verdeutlicht, warum dieses Thema weiterhin unsere gesamte Gesellschaft betrifft.

Kursort

Seminarraum 1

ist barrierefrei

Adresse: Hauptstr. 82
82140 Olching


Termine zum diesen Kurs
Datum Uhrzeit Ort
Datum:
18.04.2024
Uhrzeit:
19:30 - 21:00 Uhr
Wo:
Hauptstr. 82, vhs Olching, Seminarraum 1